Musikverein Laufen/Eyach e.V.

FRIMA

Der Musikverein seit dem Jahr 2010

2011                                                                                                                                                      

Teilnahme am Rosenmontagszug in Mainz                                                                                                                          Der närrische Höhepunkt des MVL war die Teilnahme am Rosenmontagsumzug in Mainz. Pünktlich um 11.11 Uhr startete in Mainz der 61. Rosenmontagsumzug. Unter dem Motto "Egal, was kommt, egal, was ist, der Mainzer Narr bleibt Optimist" machten sich bei strahlendem Sonnenschein fast 10.000 Teilnehmer auf die 7,2 Kilometer lange Zugstrecke durch die Mainzer Innenstadt. Bei einer Zuglänge von sieben Kilometern sollten die letzten Teilnehmer um 16.30 Uhr am Endpunkt eintreffen. Erwartet wurden auch in diesem Jahr etwa eine halbe Million Zuschauer. Der Musikverein Laufen startete mit der Nummer 18 von 154 Gruppen.

Hier seht ihr nochmals den Auftritt des Musikverein in Mainz beim Rosenmontagsumzug. Lautsprecher an ! 

http://www.youtube.com/watch?v=aDnJbArr_ow

 

 

Ehrenvorsitzender Hans Bolkart verstorben                                                                                                                      Am 11.Mai 2011 verstarb der langjährige Vorsitzende und Ehrenvorsitzende Hans Bolkart im Alter von 84 Jahren. Seine zweite große Liebe neben der Familie galt der Blasmusik. Selbst nie als aktiver Musiker tätig, war Hans Bolkart dieser Leidenschaft treu verbunden. Während zweier Amtsperioden, von 1963 bis 1968 und von 1972 bis 1984, war er fast 20 Jahre lang Vorsitzender vom Musikverein Laufen und zeigte sich zu dem noch drei Jahre als zweiter Vorsitzender für die Vereinsleitung verantwortlich. Die Jubiläen zum 40- und 50-jährigen Vereinsbestehen, der Ausbau der Beziehungen zur Partnerkapelle Lupfig in der Schweiz, sowie die bis dahin wohl größte musikalische Vereinsreise 1978 nach Schweden, sind nur einige Höhepunkte seines Wirkens. Die Bundesfördermedaille in Gold 1984, die Landesehrennadel von Baden-Württemberg, sowie der Titel des Ehrenvorsitzenden des Laufener Musikvereins, zeugten neben vielen weiteren Auszeichnungen von seinem großen unermüdlichen Engagement. Zu dem stellte sich der stets bescheidene Verstorbene von 1977 bis 1994 als stellvertretender Vorsitzender in den Dienst des Blasmusik-Kreisverbandes Zollernalb. So war es nicht verwunderlich, dass er im Dezember 1996 mit der CISM-Verdienstmedaille eine der höchsten Auszeichnungen im Blasmusikbereich erhielt.  

 

Wolfgang Bolkart zum ersten Ehrendirigenten ernannt

Im Rahmen des vereinsinternen „Dankeschönabends" beim Musikverein Laufen / Eyach am 3. Dezember 2011 wurde der langjährige Dirigent Wolfgang Bolkart zum Ehrendirigenten ernannt. Vorsitzender Thomas Bolkart nutzte den „angemessenen Rahmen im Beisein fast aller Aktiven mit Partner und einigen ehemaligen und engagierten Musiker" einen kurzen Rückblick auf die über 25-jährige musikalische Leitung durch Wolfgang Bolkart im Laufener Musikverein zu geben.

1966 lernte der damals 11-jährige Wolfgang Bolkart das Spielen auf der Klarinette im Musikverein Laufen und einige Jahre später begeisterte ihn das Saxophon. Von 1978 bis ins Jahr 2000 widmete er sich Woche für Woche engagiert dem Musikernachwuchs und unterstütze den früheren Dirigenten Julius Uttenweiler von 1978 bis Ende 1981 als Vizedirigent.

Nach dessen Ausscheiden wird dem jungen Musikbegeisterten der Taktstock anvertraut und bis ins „Weltmeister-Jahr 1990" entwickelte sich unter Leitung von Wolfgang Bolkart die Kapelle stetig.

Nach zwei nur kurzen Unterbrechungen sprang Wolfgang Bolkart wieder in die „Bresche und ließ seinen Musikverein nicht im Stich". Dies ging mit unendlich vielen Konzerten, darunter auch viermal das „Eyachtal in Concert", der Teilnahme am Münchner Oktoberfestzug, Jubiläumsfesten, Kirchenauftritten, Ständchen, musikalischen Auslandsreisen, die Ideen zum Weihnachtslieder spielen an Heiligabend und „vor allem die Kameradschaft immer im Blickfeld" bis Ende 2010, als Wolfgang Bolkart dann berufsbedingt endgültig den Schlussstrich unter über 25 Jahren als Dirigent im Musikverein Laufen ziehen musste.

Ein Geldpräsent sowie die Ernennungsurkunde zum ersten Ehrendirigenten in der Vereinsgeschichte und Blumen für Ehefrau Angelika, welche über zwei Jahrzehnte Verständnis aufbrachte, sollten den Dank der Vereinsleitung und der Musiker zum Ausdruck bringen.

 

 

2015

28. Februar 2015

Geschichten aus dem Dohlengässle haben mehr als 300 Gäste in der Laufener Festhalle begeistert. Mit der ersten Veranstaltung zum 90 Vereinsjubiläum hat der Musikverein voll ins Schwarze getroffen.Mit einem Geburtstagsständchen für den Musikverein Laufen haben "Hildegard" und "Josephe" alias Ida Ott und Dietlinde Ellsässer ihr Programm in der voll besetzten Festhalle eröffnet, und die beiden Künstlerinnen verstanden es vom ersten Moment an, die zahlreichen Gäste in ihren Bann zu ziehen.Hildegard und Josephe bereiten sich im Dohlengässle auf eine Party vor, genauer gesagt: eine 60er-Jahre-Petticoat-Party. Dabei ratschen die beiden über allerlei Themen. Erinnerungen an die gute alte Musikbox werden wach und wie es war, als Winnetou noch über den Äther flackerte. Kuriose Geschichten, die das Leben schreibt, dürfen den Gästen keinesfalls verborgen bleiben. Da wundern sich die beiden Kabarettistinnen, dass sich in England ein Lord von Schotterstein, steinreich, 78 Frauen hält: "Des goad doch itt." Und zwischendurch dürfen das kleine Eierlikörchen oder der prickelnde Schnaps aus Frankreich nicht fehlen. "Neulich war i im Thermalbad, und jetzt bin i wieder sauber", weiß Hildegard ihrer Freundin zu berichten. Zwischendurch glänzen Hildegard und Josephe mit alten Schlagern aus früheren Zeiten und wissen noch genau, welche Buchstaben- und Zahlenkombination man für den Titel auf der Musikbox drücken musste. Immer wieder galt es, "Aufs Leben eben" anzustoßen. Nicht ganz koscher ist ihnen der neue Mode-Hit aus dem Nachbarland, "die unbezähmbare Unterhose mit Duftkügelchen". Darüber hinaus ist Politik Thema: "Die Schnarchnasen vom Gemeinderat sind sich mal wieder einig, dass sie sich nicht einig sind." Perfekt intonierte Gesangseinlagen untermalen die Redevorträge und bringen den beiden den Szenenapplaus der begeisterten Gäste ein. Auch die Mimik und Gestik tragen dazu bei, dass die Pointen so richtig sitzen. "Was macht denn a Blondine im Ketchup?", fragte Josephe und lieferte gleich die Antwort: "Sie sucht den Heinz". Oder: Hildegard möchte ihren Karle mal wieder belohnen, "in dem er ein ganzes halbes Göckele kriega soll". Lang anhaltender Beifall hält die beiden Künstlerinnen auf der Bühne gehen und sie geben gerne noch einige Zugaben. Die Gäste sind sich anschließend einig: "So etwas kann man gerne mal wieder machen."

Die nächste Veranstaltung zum Jubiläum war am Samstag, 25. April, ab 19.30 Uhr in der Laufener Festhalle: "Eyachtal in Concert", ein Gemeinschaftskonzert des Musikvereins Laufen, der Musikkapelle Lautlingen, des Musikvereins Margrethausen und der Musikkapelle Pfeffingen.

Die Musikkapellen aus Albstadts vier an der Eyach gelegenen Ortsteilen haben wieder einmal gemeinsam unter dem Titel "Eyachtal in Concert" konzertiert. Die moderne Blasmusik war dabei in ihrer ganzen Bandbreite zu hören. Jedes der Ensembles aus Laufen, Lautlingen, Margrethausen und Pfeffingen war bestens in Form und bewies Geschmack bei seiner Programmauswahl. Die Idee zum Konzert stammt aus Laufen. Dort ging auch die nunmehr sechste Veranstaltung ihrer Art über die Bühne. Wen wundert’s, feiert der gastgebende Musikverein in diesem Jahr doch sein 90-jähriges Bestehen – und konnte das an diesem Samstagabend nicht nur mit den Fans aus dem Ort, sondern zusammen mit Musikerfreunden aus der ganzen Umgebung tun. Die Laufener hatten Grund zur Freude: Ihre Festhalle war voll besetzt. "Wir sind begeistert über Ihren Besuch", erklärte Thomas Bolkart, der Vorsitzende des Laufener Musikvereins; anschließend eröffneten die Gastgeber das Programm mit Mario Bürkis "Festival Day". Es folgten "Baker Street", mit der markanten Saxophonlinie längst ein Klassiker der Blasmusik, und als krönender Abschluss des Auftritts der Laufener "Highland Cathedral". Wie setzt man die Atmosphäre einer glamourösen Einkaufsstraße in Klänge und Töne um? Der Komponist Klaus-Peter Bruchmann hat es geschafft: Sein "L’Avenue", fabelhaft interpretiert von den Lautlinger Bläsern, fing das Flair einer Weltstadt ein, spritzig, elegant und federleicht. Die Klangfarben dieses Stücks versprühten ihren Zauber so üppig und kunterbunt wie die Schaufenster einer Großstadt. Mit musikalischen Impressionen, wenngleich ganz anderer Art, wusste auch das Ensemble aus Margrethausen zu überzeugen. In teilweise dramatischen Klangbildern erzählte "Inferno" des belgischen Tonschöpfers Sven van Calster vom verheerenden Heidebrand 2011 in der Kalmt­houter Heide nahe Antwerpen – und beschrieb intermittierend immer wieder mit hellen Tönen die Reinheit und Pracht der Heidelandschaft. Dass diesem Konzert nichts an Wucht, Präzision und spielerischem Übermut abging, der Bogen aber nie überspannt wurde, lag nicht zuletzt an den souverän agierenden Dirigenten Charles Nix, Reiner Hagg und Anja Benne, den musikalischen Leitern der Kapellen aus Laufen, Lautlingen und Margrethausen. Doch so richtig packend wird’s immer dann, wenn der Kapellmeister beim Dirigieren tanzt – so geschehen im Kaiserwalzer von Johann Strauß, dem ersten Stück der Pfeffinger Musiker. Dank deren Einsatz und dem zackigen Dirigat Ulrich Münnichs – erst seit vergangenem Jahr steht er im Dienst des Musikvereins Pfeffingen – konnte dieses kraftvolle Werk seine volle Wirkung entfalten. Klanggewalt pur gab’s dann beim gemeinsamen Musizieren der vier Ensembles zum Abschluss des Programms. Thomas Bolkart brachte es auf den Punkt: "Sie sind der Meinung, das war… – "Spitze!", tönte es lautstark aus den Reihen des Publikums.

Samstag, 20. und Sonntag, 21. Juni 2015
Ein "Eyachtal Open Air" hat der Musikverein Laufen zur Feier seines 90-jährigen Bestehens veranstaltet. Die Besucher bekamen viel geboten; allein das Wetter mochte nicht mitspielen: Wäre es zehn Grad wärmer gewesen, hätte das Bier noch besser geschmeckt. Ansonsten blieben keine Wünsche offen: Musik, Gaudi, gutes Essen und Trinken – das Eyachtal-Open-Air bot von allem etwas. Und mit den Musikern der Trachtenkapelle Dachsberg standen den Laufener echte Freunde zur Seite – die Südbadener absolvierten am Samstag und Sonntag einen wahren Marathon auf der Bühne.
In seiner Begrüßungsansprache erwähnte Thomas Bolkart neben Gründung der Kapelle im Februar 1925 auch noch ein etwas aktuelleres Ereignis: 2015 sei Sensationelles in Albstadt geschehen, erklärte der Musikvereinsvorsitzende – im ersten Wahlgang der Oberbürgermeisterwahl hätten 44 Prozent der Stimmbürger "drei K", nämlich "Klaus Konzelmann Kleiststraße" auf den Zettel geschrieben – und damit Geschichte: Der Kandidat, der anfangs gar keiner war, sei vor wenigen Tagen als Albstädter Oberbürgermeister vereidigt worden.
Die Geschichte kannten die Dachsberger ganz offensichtlich, Klaus Konzelmann jedoch noch nicht. Das änderte sich mit dem Fassanstich ganz schnell: Konzelmann machte seine Sache gut; schließlich hat er Übung – die Tage, da er, wie er freimütig erzählte, einem Kameraden mit Bierfontänen die Möbel ruinierte, liegen weit zurück.
Damit war das Jubiläumswochenende eröffnet. Dirndl und vor allem Lederhosen bestimmten das Bild auf dem Festgelände neben der Turnhalle, mit Humor bot man dem nasskalten Wetter Paroli, und die Dachsberger hielten ihr Publikum mit Blasmusik, Gesang, Witzen und Temperament bis in die späten Abendstunden – als der kleine Vergnügungspark und der Künstlermarkt nebenan schon geschlossen waren – bei Laune. Seit 1988 besteht die Freundschaft der beiden Kapellen schon; im Oktober erwidern die Laufener den Besuch der Badener.
Der Sonntag begann mit einem evangelischen Gottesdienst auf dem Festgelände, den der Posaunen- und der Kirchenchor sowie der Gesangverein umrahmten. Im Anschluss wurde erneut ein Fass angestochen, diesmal von Pfarrer Thilo Hess. Auf den Bänken herrschte mittlerweile drangvolle Enge; wer da etwas Auslauf brauchte, konnte sich die neben Kinderkarussell und Festbuden in Reih und Glied geparkten blitzblanken Schlepper der "Traktorfreunde Eyachtal" anschauen. Auch sie werden in Bälde ein Jubiläum feiern, nämlich ihr zehnjähriges.
Für Belustigung unter den Besuchern sorgten zwei Ortsvorsteher: Peter Landenberger aus Laufen und Peter Katona aus Margrethausen traten im Wettmelken gegeneinander an; dank größerer Zielsicherheit gewann Lan­denberger. Ihren Spaß hatten auch die Kinder des evangelischen Kindergartens, die sich vor ihren Tänzen auf der Bühne in Versen beim Musikverein bedankten: für 1000 Euro, mit denen nun eine Schaukel finanziert werden soll. Mit Märschen, Polkas und zünftiger Blasmusik der "Lauchertmusikanten" aus Melchingen klang das "Eyachtal-Open-Air" aus.

 

Heiligabend, 24. Dezember

Ein vorweihnachtliches kleines Dorffest bescherten die Musiker des Musikvereins den Laufenern an Heiligabend: Zum 22. Mal spielten sie auf dem Alten Postplatz im Schatten der evangelischen Kirche.
Eine große Resonanz belohnte die Musiker unter der Leitung von Charles Nix für ihren Einsatz bei sonnigem Wetter, bei dem sie traditionelle und neuere Lieder zu Weihnachten anstimmten. Mit dabei waren die Blockflötenkinder um die Jugendleiterinnen Nicole Bolkart und Isabel Jetter, und schnell war die teilweise große Hektik, die mit der Vorbereitung auf die feierlichen Tage oft einher geht, vergessen: Es war Zeit für einen kleinen Plausch, für Weihnachtswünsche bei leckerem Punsch und Glühwein oder für eine heiße Rote.
Singend erfreuten auch die fast 20 Kinder der "Schalksburgspatzen" und der Jugendchor der Laufener "Harmonie" die Gäste. Die unter Leitung des neuen Dirigenten Oliver Simmendinger vorgetragenen Lieder ernteten verdienten Beifall, was nicht nur den neuen Vorsitzenden des Gesangvereines, Tobias Fritsche, freute. Die Musiker und Sänger wurden mit einem kleinen Präsent belohnt.
Das Helferteam hatte indes alle Hände voll zu tun, den Andrang der Gäste zu bewältigen, darunter viele Ehrenmitglieder und ehemals aktive Musiker. Auch sie zieht es Jahr für Jahr auf den "Alten Postplatz", und alle nutzen die Gelegenheit, sich mit Nachbarn, Freunden und Bekannten auszutauschen. Viele sind schon seit dem ersten Mal als Zuhörer mit dabei: "Das gehört einfach zum Vormittag des Heiligabends dazu."